Intendant der Staatsoper Hamburg
von Felicia Holtkamp
In Kooperation mit der Hamburgischen Staatsoper treibt es GENZ neben, hinter, auf und unter die Bühne. Je mehr wir über die Oper erfahren, desto mehr Fragen stellen wir uns. Warum erzählen wir Geschichten von Odysseus, Spiderman und Dornröschen immer wieder neu? Was sagt Kleidung über Macht aus? Warum braucht es Held:innen? Welche Geschichten werden erzählt und welche bleiben unsichtbar? Was haben Videospiele und Oper miteinander zu tun? Und wie schafft man es eigentlich, vier Stunden lang aufmerksam zu bleiben? Eines fällt uns bei der Beantwortung unserer Fragen immer wieder auf: Die Oper ist nicht so weit weg von unserer Lebenswelt, wie wir zunächst dachten.
Anfang des Sommers hätte ich nicht gedacht, dass ich in den kommenden Monaten immer wieder der Hamburgischen Staatsoper einen Besuch abstatten würde. Dabei sind die Landeszentrale für politische Bildung und die Oper nur durch die Dammtorstraße getrennt.
Meine Besuche führen mich einmal quer durchs Haus: vom Requisitenfundus im dritten Untergeschoss bis ins Intendanzbüro im achten Stock. Unten stapeln sich Plastikfische, Kronen und Pinsel. Oben werden die großen Fragen der Kunst diskutiert. Dazwischen: Werkstätten, Proberäume, Büros, Bühnenarbeiter:innen, Musiker:innen, Sänger:innen und eine Bühne, die eigentlich nie stillsteht. An der Hamburgischen Staatsoper arbeiten rund 800 Menschen. Bei jedem meiner Besuche ist dort etwas los. Es wird geprobt, gespielt, abgebaut oder schon wieder für das nächste Stück umgebaut. Leerstand gibt es kaum. Bei rund 250 Vorstellungen pro Spielzeit ist dafür schlicht keine Zeit.
Die Oper existiert in Hamburg an dieser Stelle bereits seit 1678. Das Gebäude, das wir heute betreten, ist fast 200 Jahre alt und die großen Fenster des heutigen Hauses öffnen die Oper seit 1955 zur Stadt: Hamburg kann hineinschauen und die Oper blickt zurück. Ein ziemlich demokratisches Erlebnis, das der Architekt Gerhard Weber damit umgesetzt hat. Und so blickt auch unsere GENZ-Redaktion in die Oper. In einer Kooperation der Landeszentrale für politische Bildung mit der Hamburgischen Staatsoper fragen wir uns bei GENZ: Wie politisch ist Kunst und wie ästhetisch ist Politik? Es zieht uns neben, hinter und unter die Bühne. Wir wollen wissen, was dahinter, darunter und dazwischen steckt. Warum erzählen wir Geschichten von Odysseus, Spiderman und Dornröschen immer wieder neu? Was sagt Kleidung über Macht aus? Warum braucht es Held:innen? Welche Geschichten werden erzählt und welche bleiben unsichtbar? Was haben Videospiele und Oper miteinander zu tun? Und wie schafft man es eigentlich, vier Stunden lang aufmerksam zu bleiben?
Eines fällt uns bei der Beantwortung unserer Fragen immer wieder auf: Die Oper ist nicht so weit weg von unserer Lebenswelt, wie wir zunächst dachten. Deswegen steht diese Ausgabe unter dem Motto: GENZxOPER
Und zum Schluss noch ein Hinweis zu dieser Sonderausgabe: Hier findest du eine schnelle Orientierung zum Festival OPERA AND ANIMATION und dessen drei Inszenierungen, mit denen sich die Artikel dieser Ausgabe beschäftigen.
Let’Z get this!
Felicia – Chefredakteurin GENZ
Für die Landeszentrale für politische
Bildung Hamburg
Ein Schwerpunkt der Spielzeit 2026/27 an der Staatsoper Hamburg: Oper und Animation. In drei Neuproduktionen und in einem eigenen Festivalwochenende fragt die Staatsoper Hamburg: Was ist OPERA AND ANIMATION? Oper ist oll? Hier nicht!
Oper und ein GENZ-Publikum – sagen wir mal so: Da ist noch etwas Luft nach oben. Wer noch nie in einem Opernhaus war, denkt vielleicht an roten Samt, sehr lange (ja, viel zu lange) Abende und Geschichten, die schon ein paar Hundert Jahre alt sind. Stimmt alles irgendwie – und führt trotzdem auch ziemlich in die Irre. Denn die Kunstform Oper stand nie still. Sie hat sich schon immer bei allem bedient, was ihre Zeit an Kunst und Technik zu bieten hatte: Musik trifft auf Schauspiel, Literatur auf Raum, Körper auf Bild. Und heute eben auf Film, digitale Medien und Animation. Oper kann ziemlich viel. Man muss sie nur lassen. „Oper ist das klügste Spektakel der Welt“, beschreibt es der Intendant Tobias Kratzer.
Genau da setzt der Schwerpunkt OPERA AND ANIMATION an. Hier wird ausprobiert, was passiert, wenn Oper auf Animation trifft – und plötzlich noch ein bisschen mehr möglich wird als ohnehin schon. Wenn Zeichnungen lebendig werden, reale Körper in erfundene Welten geraten und sich die Bühne nicht mehr unbedingt an Raum, Zeit oder Schwerkraft halten muss. Analog, digital, live, vorproduziert, gezeichnet, gefilmt, animiert: Wir bringen zusammen, was technisch möglich ist.
Im Zentrum von OPERA AND ANIMATION stehen drei Neuproduktionen, die drei ganz unterschiedliche Möglichkeiten erkunden, Oper und Animation zusammenzubringen. Sie feiern vom 6. bis 8. November an drei aufeinanderfolgenden Abenden Premiere und sind danach eigenständig im Spielplan zu erleben.
Analoge und digitale Welten sind längst untrennbar verschmolzen: Avatar:innen vertreten uns, Filter verändern Gesichter, Algorithmen sortieren unsere Bilder. Und auch auf der Bühne lassen unterschiedliche Animationstechniken Dinge lebendig erscheinen, die nie existierten, sei es durch computergenerierte Welten oder live bewegte Figuren. Was macht das mit uns? Wie verändern digitalisierte und animierte Prozesse unseren Alltag, unsere Wahrnehmung und die Art, wie wir Geschichten erzählen und sie erleben? Und was passiert mit den Künsten, wenn sich unsere Sehgewohnheiten verändern? Über Risiken von KI, Deepfakes, Filterblasen oder immer mehr Bildschirmzeit wird zum Glück viel diskutiert. Aber die Entwicklung hat auch eine andere Seite: Sie macht, wenn sie gut durchdacht ist und klug genutzt wird, Spaß, sie schafft neue Ausdrucksformen und erweitert das, was wir uns vorstellen und miteinander teilen können.
Animation ist dabei mehr als eine Technik. Sie kann Wirklichkeit nachbauen, verändern oder komplett neu erfinden, Menschen und Zeiten zusammenbringen, die sich sonst nie begegnen würden, und aus einer Idee innerhalb weniger Augenblicke eine ganze Welt entstehen lassen. Sich damit auseinanderzusetzen, heißt natürlich, Risiken zu erkennen, aber auch neugierig auf die Möglichkeiten zu bleiben. Wie wollen wir in Zukunft sehen und erzählen? Welche neuen Formen von Kunst entstehen daraus? Und was können wir mit all diesen neuen Bildern anfangen, das vorher schlicht nicht möglich war? Denn vielleicht ist genau das die schönste Seite daran: Unsere Welt wird durch neue Bilder nicht nur komplizierter – sie kann auch größer werden.
Das Festival OPERA AND ANIMATION findet vom 6. bis 8. November 2026 statt. Rund um die drei Premieren wird die Staatsoper gemeinsam mit dem Metropolis Kino und VRHAM!, der Biennale für immersive und digitale Kunst in Hamburg, selbst zum Experimentierraum.
Zum Festivalprogramm gehören unter anderem die beiden New Yorker Künstler Marc Da Costa und Matthew Niederhauser, die in der interaktiven Installation The Golden Key für Furore gesorgt und extra für das Festival nochmal ihr Konzept adaptiert haben. Daneben gibt es die Animationsfilme der Pionierin Lotte Reiniger mit Livemusik, ein Filmprogramm im Metropolis Kino, interaktive Installationen, Motion Capture und das Animieren eigener Avatar:innen zum Selberausprobieren, Einführungen und Debatten sowie Premierenpartys. Und natürlich: drei Abende, an denen man erleben kann, wie anders Oper aussehen kann, wenn Bilder anfangen, sich zu bewegen.
Für alle unter 30 in Studium oder Ausbildung
gibt es ab sofort Karten für nur 15 Euro –
in allen Platzkategorien und für alle Vorstellungen.
Komposition: Henry Purcell (1688)
Ein live animierter und musizierter Trickfilm über eine Königin im
Fadenkreuz von Männerfantasien und Machtspielen
Komposition: Igor Strawinsky (1911, revidierte Fassung 1947)
& Maurice Ravel (1925)
Ein Abend, zwei Werke, zwei Held:innen: Was ist Freiheit und was Kontrolle? Nutzt Eure Fantasie!
Komposition: Engelbert Humperdinck (1902)
Ein riesiges, animiertes Multimedia-Opernspektakel über Feen, einen Fluch und die Frage, wer hier eigentlich wen retten muss
Landeszentrale für politische Bildung
Dammtorstraße 14, 20354 Hamburg
Tel. 040 42823-4810
Hamburgische Staatsoper GmbH
Große Theaterstraße 25, 20354 Hamburg
Tel. 040 3568-0
Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung
Landeszentrale für politische Bildung
Markus Hengelhaupt | GENZ
Dammtorstraße 14
20354 Hamburg
moin [at] genz-hamburg.de
Das gedruckte Magazin ist ab dem 5. November 2026 kostenfrei erhältlich in der Medienausgabe in der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg, dem Vorderhaus der Hamburgischen Staatsoper und online unter genz-hamburg.de
und die-hamburgische-staatsoper.de
Das Quellenverzeichnis findet ihr unter:
genz-hamburg.de
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Was können wir beim nächsten Mal besser machen?
Schreib uns unter moin [at] genz-hamburg.de
Wir bedanken uns bei allen Menschen, die mit neuen Denkansätzen, schnellen Absprachen und viel Begeisterung GENZxOPER ermöglicht haben! Ihr seid einfach GroZartig!
Ein besonderer Dank gilt den Kolleg:innen der Hamburgischen Staatsoper, der Dramaturgie, der Technik, dem Kostümwesen, der Requisite, der Beleuchtung und der Intendanz der Staatsoper Hamburg, die uns bei der Umsetzung unserer Ideen, inhaltlicher Beratung, den Fotoshootings und vielen kleinen und großen Herausforderungen mit Rat und Tat zur Seite standen. Danke, dass ihr uns tiefer in die Welt der Oper mitgenommen habt.
Adaptionen
Eine Adaption ist die Bearbeitung eines bestehenden Werks für ein anderes Medium oder eine neue Form, etwa wenn ein Roman verfilmt oder ein Theaterstück neu inszeniert wird. Dabei werden Inhalte verändert, gekürzt oder in einen neuen Zusammenhang gestellt.
Antidiskriminierung
Antidiskriminierung umfasst alle Maßnahmen, die Diskriminierung verhindern und abbauen sollen. Dazu gehören Gesetze wie das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), Beratungsstellen und Bildungsarbeit. Ziel ist eine Gesellschaft, in der alle Menschen frei von Abwertung leben können und die gleichen Chancen haben.
Ästhetik
Ästhetik ist die Lehre vom Schönen und von der sinnlichen Wahrnehmung. Im Alltag bezeichnet der Begriff oft den besonderen Stil oder die Gestaltung von etwas, etwa eines Kunstwerks, Films oder Outfits. In der Kunst und Kultur bezieht sich Ästhetik häufig auf eine Machart und einen bestimmten Stil eines:r Künstler:in oder Kollektivs. Was als ästhetisch gilt, ist kulturell geprägt und verändert sich mit der Zeit.
Binnenwirtschaft
Die Binnenwirtschaft umfasst alle wirtschaftlichen Aktivitäten innerhalb eines Landes, also Produktion, Handel und Konsum im Inland. Sie bildet das Gegenstück zur Außenwirtschaft mit Export und Import. Eine starke Binnenwirtschaft macht ein Land weniger abhängig von der Weltwirtschaft.
BIPoC
BIPoC steht für Black, Indigenous and People of Color. Der Begriff betont gemeinsame Erfahrungen von Rassismus und Ausgrenzung. Gleichzeitig macht er unterschiedliche Identitäten innerhalb der Gruppe sichtbar.
Dragkünstler:innen
Dragkünstler:innen inszenieren sich mit Kleidung, Make-up und Rollenbildern, oft bewusst überzeichnet oder performativ. Drag kann Kunstform, Unterhaltung und Ausdruck von Identität zugleich sein.
Dramaturg:in
Dramaturg:innen arbeiten am Theater oder an der Oper an der inhaltlichen Gestaltung von Stücken und Spielplänen. Sie wählen Werke mit aus, recherchieren Hintergründe, schreiben Texte und begleiten den kreativen Probenprozess von Neuproduktionen. Außerdem dienen sie als Schnittstelle zwischen häufig externen Regieteams und dem Opernhaus und -ensemble.
Exportnation
Als Exportnation wird ein Land bezeichnet, dessen Wirtschaft stark vom Verkauf von Waren und Dienstleistungen ins Ausland abhängig ist. Deutschland gilt als eine der größten Exportnationen der Welt, etwa bei Autos, Maschinen und Chemieprodukten. Dadurch ist es besonders auf stabile internationale Handelsbeziehungen angewiesen.
Fast Fashion
Als Fast Fashion wird Mode bezeichnet, die schnell, günstig und in großen Mengen produziert wird. Neue Kollektionen kommen in sehr kurzen Abständen auf den Markt. Kritisiert werden vor allem schlechte Arbeitsbedingungen, hoher Ressourcenverbrauch und große Mengen an Textilmüll.
Fiktion
Fiktion bezeichnet erfundene Geschichten, Figuren oder Welten, etwa in Romanen, Filmen oder Theaterstücken. Sie kann sich an der Wirklichkeit orientieren, erhebt aber keinen Anspruch darauf, tatsächlich so geschehen zu sein. Das Gegenstück sind Sachtexte, die reale Ereignisse wiedergeben.
Geschlechtsspezifische Gewalt
Geschlechtsspezifische Gewalt richtet sich gegen Menschen aufgrund ihres Geschlechts oder ihrer Geschlechtsidentität. Besonders häufig betrifft sie Frauen und Mädchen sowie trans*, inter* und nicht-binäre Personen. Dazu zählen körperliche, sexualisierte, psychische und digitale Gewalt.
Heroisierung
Heroisierung (von griechisch „Heros“ = Held) bedeutet, eine Person oder Gruppe als Held:in darzustellen und ihre Taten dabei zu überhöhen. Fehler, Widersprüche oder problematische Seiten werden oft ausgeblendet. Heroisierung findet sich in allen Medien, seien es fiktionale Erzählungen, Gemälde oder Filme. Insbesondere in staatlich produzierten oder beauftragten Werken dient sie so oft der positiven Darstellung eines politischen Projekts.
Klassismus
Klassismus bezeichnet die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer sozialen Herkunft oder ihrer wirtschaftlichen Lage. Betroffen sind zum Beispiel Menschen mit geringem Einkommen, ohne akademischen Abschluss oder aus Arbeiter:innenfamilien. Klassismus zeigt sich in Vorurteilen, aber auch in ungleichen Chancen in Bildung und Beruf.
Narrative
Narrative (von lateinisch „narrare“ = erzählen) sind Erzählungen, mit denen Menschen die Welt, Ereignisse oder Gruppenzugehörigkeiten erklären und ihnen Sinn verleihen. Sie prägen, wie wir Dinge wahrnehmen und bewerten, etwa in Politik, Medien oder Kunst. Narrative können verbinden, aber auch Vorurteile verstärken.
neoliberal
Neoliberal beschreibt eine wirtschaftspolitische Haltung, die auf freie Märkte, Wettbewerb und möglichst wenig staatliche Eingriffe setzt. Typische Forderungen sind Privatisierungen, Steuersenkungen und weniger Regulierung. Kritiker:innen werfen neoliberaler Politik vor, soziale Ungleichheit zu verstärken.
Oper
Die Oper ist eine Form des Musiktheaters, in der eine Handlung vor allem durch Gesang erzählt wird. Die Musik von Orchester und Sänger:innen, Schauspiel, Bühnenbild, Kostüme und teilweise auch Chor und Tanz verbinden sich dabei zu einem Gesamtwerk. Die Oper entstand um 1600 in Italien; der Begriff bezeichnet auch das Gebäude, in dem sie aufgeführt wird.
Patriarchat/patriarchal
Das Patriarchat bezeichnet gesellschaftliche Strukturen, in denen Männer dominante Positionen einnehmen. Es prägt politische, soziale und kulturelle Machtverhältnisse. Feministische Bewegungen kritisieren diese Ungleichheit.
Queer
Queerness beschreibt Identitäten und Lebensweisen, die von hetero- und cisnormativen Vorstellungen abweichen. Der Begriff ist offen und vielfältig. Er steht für Selbstbestimmung und das Hinterfragen gesellschaftlicher Normen.
Rassismus
Rassismus bezeichnet die Abwertung oder Benachteiligung von Menschen aufgrund ihrer zugeschriebenen Herkunft oder äußerer Merkmale. Er kann individuell, gesellschaftlich oder institutionell wirken.
Rechtsextremismus
Rechtsextremismus umfasst politische Ideologien, die demokratische Werte ablehnen und Menschenfeindlichkeit verbreiten. Er basiert auf Nationalismus, Rassismus und Gewalt.
Repertoire
Das Repertoire umfasst alle Stücke, die ein Theater, eine Oper oder ein:e Künstler:in einstudiert hat und aufführen kann. Ein sogenanntes Repertoirehaus, wie es auch die Hamburgische Staatsoper ist, spielt mehrere Werke im Wechsel.
Safer Space
Ein Safer Space ist ein Schutzraum, in dem Menschen frei von Diskriminierung und Anfeindungen sein sollen. Er fördert Austausch und gegenseitige Unterstützung. Safer Spaces sind für marginalisierte Gruppen besonders wichtig. Die Bezeichnung grenzt sich vom Begriff des „Safe Space“ dahingehend ab, dass er den Anspruch nicht absolut garantieren kann.
Sexismus
Sexismus bezeichnet die Abwertung oder Benachteiligung von Menschen aufgrund ihres Geschlechts. Er beruht auf Vorurteilen und festen Rollenbildern darüber, wie Menschen eines Geschlechts zu sein haben. Sexismus zeigt sich in Sprache, Verhalten und Strukturen und betrifft besonders häufig Frauen.
Soziale Ungleichheit
Soziale Ungleichheit beschreibt die ungleiche Verteilung von Einkommen, Vermögen, Bildung oder Gesundheit innerhalb einer Gesellschaft. Sie beeinflusst, welche Chancen Menschen im Leben haben. Oft wird sie über Generationen weitergegeben.
sozialistisch
Sozialistisch beschreibt Ideen und politische Systeme, die soziale Gleichheit und gemeinschaftliches Eigentum an Produktionsmitteln anstreben. Der Sozialismus entstand im 19. Jahrhundert als Antwort auf die Folgen der Industrialisierung.
Sozialstaat
Ein Sozialstaat sorgt dafür, dass Menschen in schwierigen Lebenslagen wie Krankheit, Arbeitslosigkeit oder im Alter abgesichert sind. Dazu gehören etwa die Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung sowie eine staatliche Grundsicherung. In Deutschland ist das Sozialstaatsprinzip im Grundgesetz verankert.
Splitscreen
Beim Splitscreen wird der Bildschirm in mehrere Bereiche geteilt, die gleichzeitig unterschiedliche Bilder zeigen. Die Technik wird in Filmen, Serien und Videospielen eingesetzt, etwa um parallele Handlungen oder verschiedene Perspektiven darzustellen. Auf TikTok wird der Splitscreen häufig für Reactions genutzt.
stereotypisch
Stereotypische Vorstellungen sind vereinfachte und verallgemeinernde Annahmen über Menschen oder Gruppen, etwa aufgrund von Geschlecht, Herkunft oder Alter. Individuelle Unterschiede werden dabei ausgeblendet. Stereotype können Vorurteile und Diskriminierung verstärken.
Subkultur
Eine Subkultur ist eine Gruppe innerhalb einer Gesellschaft, die eigene Werte, Stile und Ausdrucksformen entwickelt. Sie grenzt sich oft bewusst von der Mehrheitsgesellschaft ab, etwa durch Musik, Mode oder Sprache.
Vulnerabilität
Vulnerabilität (von lateinisch „vulnerabilis“ = verletzbar) beschreibt, wie stark Menschen oder Gruppen Risiken wie Gewalt, Krankheit oder Armut ausgesetzt sind und wie gut sie sich davor schützen können. Vulnerable Gruppen benötigen besonderen Schutz.
Work-Life-Balance
Work-Life-Balance beschreibt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeit und Privatleben. Gemeint ist, dass neben dem Beruf genug Zeit für Familie, Freund:innen, Hobbys und Erholung bleibt. Besonders für jüngere Generationen gewinnt das Thema an Bedeutung.
Zensur
Zensur bezeichnet die Kontrolle und Unterdrückung von Informationen, Meinungen oder Kunstwerken, meist durch den Staat. Inhalte werden verboten, verändert oder vor der Veröffentlichung geprüft.