Produktionsfoto: Madama Butterfly
© ×
Bernd Uhlig

Madama Butterfly

Giacomo Puccini
Inszenierung von 2012
Hier treffen zwei Welten aufeinander: Ein Mann nutzt ein System, das ihm Macht verleiht; ein Mädchen zahlt den Preis für den Glauben an Sicherheit. Der Offizier Pinkerton heiratet in Japan aus spontaner Laune heraus die 15-jährige Geisha Cio-Cio San, wohl wissend, dass diese Ehe so unkompliziert zu schließen wie zu lösen ist. In der Inszenierung von Vincent Boussard, mit opulent-exotistischen Gewändern von Modeschöpfer Christian Lacroix ausgestattet, begleiten wir die junge Cio-Cio, die sich mehr und mehr aus der Realität verabschiedet.

„Kein Kitsch, nirgends. Und dennoch gänsehautnah, ergreifend und ganz dicht an der Story.“ DER SPIEGEL

Japanische Tragödie in drei Akten
Komposition: Giacomo Puccini
Libretto: Luigi Illica und Giuseppe Giacosa nach dem gleichnamigen Schauspiel von David Belasco
  • 1904 28. Mai, Uraufführung am Teatro alla Scala in Mailand
  • 2012 11. November, Premiere dieser Inszenierung an der Hamburgischen Staatsoper
  • 2026 In der ­Pause der letzten Vorstellung findet die künstlerische Intervention „Tatort Oper: So nahe Kulturen, so ferne ­Kulturen“ statt.
    9. Mai · Foyer 2. Rang

Das Stück

  • Spielstätte. Staatsoper, Großes Haus
  • Dauer 165 Min
  • Pause Eine Pause von ca. 25 Minuten nach dem ersten Akt (nach ca. 55 Minuten)
  • Altersempfehlung Ab 14 Jahren / Klasse 9
  • Sprache In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Unvergessliche Melodien und packende Dramatik machen Puccinis Madama Butterfly zu einem Bestseller. Im Zentrum steht die Heirat zwischen dem amerikanischen Offizier Pinkerton und der Geisha Cio-Cio San, genannt Butterfly. Was für ihn ein erotisches Abenteuer ohne Konsequenzen war, bleibt für sie die Hoffnung auf sozialen Aufstieg im verklärten Westen: ein Traum, der zum Albtraum wird… In den Kostümen des Modeschöpfers Christian Lacroix zeigt Regisseur Vincent Boussard die Oper als farbverliebte Japan-Revue, die exotistische Klischees voll auskostet und zur Diskussion stellt: Wie sollte Kunst mit dem vermeintlich „Fremden“ umgehen und von welchen Äußerlichkeiten lassen wir uns blenden, verführen, täuschen? Auf Butterfly zumindest wartet hinter den Seidenkimonos die Tristesse geplatzter Illusionen.
Uraufgeführt wurde die Japanische Tragödie am 28. Mai 1904 im Teatro alla Scala in Mailand. Die Hamburger Inszenierung feierte am 11. November 2012 Premiere.
Rahmenprogramm

Mit FRAMING the REPERTOIRE beleuchten wir vergangene Inszenierungen als eigenständige Kunstform.

  • GUIDANCE: Diskutieren Sie mit jungen Expert:innen über Werk, Inszenierung und Relevanz – vor, während und nach jeder Vorstellung in den Foyers

  • In der ­Pause der letzten Vorstellung findet die künstlerische Intervention „Tatort Oper: So nahe Kulturen, so ferne ­Kulturen“ statt.
    9. Mai · Foyer 2. Rang

Madama Butterfly

Giacomo Puccini

  • Dauer 165 Min
  • Pause Eine Pause von ca. 25 Minuten nach dem ersten Akt (nach ca. 55 Minuten)
  • Altersempfehlung Ab 14 Jahren / Klasse 9
  • Sprache In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Alle Termine