Motiv Guillaume Tell
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KI-Artist: Manuel Braun

Guillaume Tell

Gioachino Rossini
Wie politisch Kunst sein kann, steht im Tell außer Frage. Die gefeierte Inszenierung von Tobias Kratzer rückt die berühmte Geschichte von Unterdrückung und Widerstand einer kleinen Schweizer Dorfgemeinschaft in die Gegenwart: als Parabel für eine kultivierte, liberale Gesellschaft, deren Ideale durch äußere Gewalt und Machtmissbrauch ins Wanken geraten. Wie soll, wie kann sie auf die Bedrohung ihrer Freiheit reagieren?

Wochenende des Politischen Musiktheaters II: Über die Zerbrechlichkeit der Freiheit – und Kultur als Ausdruck des Widerstands

Oper in vier Akten (1829)
Komposition: Gioachino Rossini
Libretto: Étienne de Jouy und Hippolyte Bis nach dem Schauspiel Wilhelm Tell von Friedrich Schiller

Besetzung

Das Stück

  • Spielstätte Staatsoper, Großes Haus
  • Dauer
    230 Min
  • Altersempfehlung Ab 14 Jahren / Klasse 9
  • Sprache In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Belcanto mit Tiefgang – eine politische Oper in Starbesetzung: Die Neuauflage der legendären, gefeierten Tell-Inszenierung von Tobias Kratzer, 2019 für die Opéra de Lyon erdacht, ist die zweite Premiere am WOCHENENDE DES POLITISCHEN MUSIKTHEATERS, jetzt auf der großen Bühne der Staatsoper Hamburg. Wie politisch Kunst sein kann, steht hier außer Frage. Die Geschichte von Unter­drückung und Widerstand entfaltet in Kratzers Lesart eine frappierende Gegenwärtigkeit. Die Inszenierung verwandelt die Schweizer Dorfgemeinschaft in eine kultivierte, liberale Gesellschaft, die sich plötzlich durch rohe Gewalt existenziell bedroht sieht. Diese äußere Bedrohung zerrüttet auch die inneren Ideale der beiden männlichen Protagonisten: Arnold muss seiner Liebe zur Habsburger Prinzessin Mathilde widerstehen. Tell wiederum steht vor der grausamen Prüfung, seinem Sohn einen Apfel vom Kopf zu schießen. Ist ihm in diesem Moment seine Rolle als Anführer des kollektiven Widerstands wichtiger oder das Familienwohl? Und welche Möglichkeiten hat eine Gemeinschaft überhaupt, auf Gewalt zu reagieren? Die Inszenierung konzentriert sich auf das Parabelhafte. Dieser Tell ist keine mystifizierende Nationallegende, sondern eine Reflexion über Kunst als letzte Bastion gegen Gewalt. Freiheit wird hier nicht als heroischer Akt des Einzelnen erzählt, sondern als zerbrechliches Gemeinschafts­projekt, das aus kultureller Praxis und Solidarität erwächst – und das jederzeit durch Gewalt und Machtmissbrauch bedroht ist.
Rahmenprogramm

Das Vermittlungsprogramm der Hamburgischen Staatsoper

  • Einführung jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Foyer, keine Anmeldung erforderlich
  • CLICK in – communities: Sneak KlubGuillaume Tell
    Studierende, Auszubildende und Schüler:innen können die Generalprobe exklusiv und kostenlos erleben.
    21. Januar 2027, 18:00 · Großes Haus

  • CLICK in – education:
    Schulklassenbesuche zu den GeneralprobenGuillaume Tell
    Schulklassen können die Generalprobe exklusiv und kostenlos erleben. Spezielle Einführungen stimmen 45 Minuten vor Beginn im Foyer der Staatsoper Hamburg auf das Werk und die Inszenierung ein.
    21. Januar 2027, 18:00 · Foyer 4. Rang

  • CLICK in – debatte: Live-Podcast Politische Perspektiven #7
    30. Januar 2027, 17:00 · Foyer 2. Rang

  • CLICK in – debatte: Bilanzen
    Am 4. März 2027, findet im Anschluss an die Vorstellung ein Publikumsgespräch mit Produktions­beteiligten im Vorderhaus statt, das die Möglichkeit bieten möchte, in einen Dialog über die Inszenierung zu treten und Seh- und Höreindrücke Revue passieren zu lassen. Hier können Fragen gestellt, Eindrücke geschildert und Kritik geübt werden.

Guillaume Tell

Gioachino Rossini

  • Dauer
    230 Min
  • Altersempfehlung Ab 14 Jahren / Klasse 9
  • Sprache In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

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