Motiv Macbeth
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Tom Huber

Macbeth

Giuseppe Verdi
Wo ist der Mensch amoralischen Schicksalsmächten unterworfen? Wo beginnen Entscheidungsfreiheit und persönliche Schuld? Verdis erste Shakespeare-Oper zeigt Macbeth und Lady Macbeth als inniges Paar, verbunden in einer Liebe, die sie gemeinsam Morde begehen lässt. Trotz ihres nachtschwarzen Grundgestus enthält die Partitur zarte Momente der Wärme und Zuneigung. Ein spannungs­reicher Spielzeit-Auftakt voller großem, italienischem Gesang!

Ein Opernthriller über die Macht des Schicksals und die Verlockungen der Macht

Melodramma in vier Akten – Zweite Fassung (1865)
Komposition: Giuseppe Verdi
Libretto: Francesco Maria Piave und Andrea Maffei nach der gleichnamigen Tragödie von William Shakespeare

Besetzung

Das Stück

  • Spielstätte Staatsoper, Großes Haus
  • Dauer
    180 Min
  • Altersempfehlung Ab 14 Jahren / Klasse 9
  • Sprache In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Die Spielzeit 2026/27 startet mit großer italienischer Oper, inszeniert vom Intendanten der Staatsoper Hamburg Tobias Kratzer. Düsternis und Tod bestimmen Giuseppe Verdis erste, 1847 uraufgeführte Shakespeare-Oper. Um an die Macht zu kommen, lassen Macbeth und seine Frau Lady Macbeth skrupellos Mord auf Mord folgen. Mit der Wucht antiker Tragödien erzwingen sie eine Umkehrung der Verhältnisse, stürzen ein ganzes Land in Leid und Chaos. Und erliegen zuletzt selbst dem Wahnsinn. Doch wo beginnen Entscheidungs­freiheit und persönliche Schuld, und wo ist der Mensch eine tragisch ausgelieferte Existenz, amoralischen Schicksalsmächten unterworfen? Verdis Oper steigt tief ein in die elementaren und widersprüchlichen Themen menschlichen Seins. In einem Panoptikum des Schreckens, geprägt von Gewalt und Aggression, begegnet dem Publikum ein inniges Paar, verbunden in einer Liebe, die sich gleichsam pervertiert, weil sie sich in gemeinsamem, exzessivem Töten ausdrückt. Trotz ihres nachtschwarzen, hochdramatischen Grundgestus enthält Verdis Partitur zarte Momente der Wärme und Zuneigung, ja ermöglicht vielleicht sogar ein Musiktheater mit kathartischem Effekt, indem es berührt und erschüttert. Denn die Tragödie „lindert die Angst vor Chaos, indem sie es darstellt, sie zeigt das volle Ausmaß menschlicher Torheit, ohne darauf eine beruhigende Antwort zu geben“ (Eva Illouz).
Rahmenprogramm

Das Vermittlungsprogramm der Hamburgischen Staatsoper

  • Einführung jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Foyer, keine Anmeldung erforderlich
  • CLICK in – communities: Sneak KlubMacbeth
    Studierende, Auszubildende und Schüler:innen können die Generalprobe exklusiv und kostenlos erleben.
    9. September 2026, 18:00 · Großes Haus

  • CLICK in – education:
    Schulklassenbesuche zu den GeneralprobenMacbeth
    Schulklassen können die Generalprobe exklusiv und kostenlos erleben. Spezielle Einführungen stimmen 45 Minuten vor Beginn im Foyer der Staatsoper Hamburg auf das Werk und die Inszenierung ein.
    9. September 2026, 18:00 · Foyer 4. Rang

  • CLICK in – debatte: Live-Podcast Politische Perspektiven #5
    16. September 2026, 16:00 · opera stabile

  • CLICK in – debatte: Bilanzen
    Am 20. Oktober 2026, findet im Anschluss an die Vorstellung ein Publikumsgespräch mit Produktions­beteiligten im Vorderhaus statt, das die Möglichkeit bieten möchte, in einen Dialog über die Inszenierung zu treten und Seh- und Höreindrücke Revue passieren zu lassen. Hier können Fragen gestellt, Eindrücke geschildert und Kritik geübt werden.

Macbeth

Giuseppe Verdi

  • Dauer
    180 Min
  • Altersempfehlung Ab 14 Jahren / Klasse 9
  • Sprache In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

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