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Tobias Bärmann
3. Kammerkonzert
Einsamkeit
Kommen Sie näher! Ohne Dirigat, in kleinen Besetzungen und konzentrierter Atmosphäre, mit vielfältigen, von den Musiker:innen selbst gestalteten Programmen entfalten sich in unserer Kammermusik besondere, individuelle Handschriften. Im 200. Todesjahr Beethovens eröffnet jedes dieser Konzerte einen Kosmos, der zentrale Themen seines Lebens und Schaffens mit etablierten wie zeitgenössischen Kompositionen verschiedener Stilrichtungen spürbar macht.
Programm
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Violine
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Viola
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Violoncello
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Kontrabass
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Klavier
OLLI MUSTONEN
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Toccata für Klavier, Streichquartett und Kontrabass
STEFAN SCHÄFER
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„Soltane“ für zwei Violinen, Viola, Violoncello und Kontrabass
JEAN SIBELIUS
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Klavierquintett g-Moll
Das Konzert
- Spielstätte Elbphilharmonie, Kleiner Saal
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Dauer
120 Min
- Altersempfehlung Ab 10 Jahre
Kammermusik lebt von Nähe – musikalisch wie menschlich. In der Kammerkonzertreihe zeigt sich das Philharmonische Staatsorchester in seiner persönlichsten Form: im direkten Austausch, getragen von der Neugier und Handschrift der Musiker:innen selbst. In diesem Beethoven-Jahr ist sein Geist in unseren Konzerten allgegenwärtig – in diesem begegnet er uns durch ein zentrales Thema: Einsamkeit. Es erklingt kein Werk von Beethoven, doch seine Erfahrung von Isolation prägt das Programm.
Olli Mustonens Toccata und Sibelius’ Klavierquintett entführen in die Einsamkeit finnischer Weiten. Musikalisch orientieren sie sich an älteren Formen: Mustonen eher an Bach, Sibelius an Beethoven, den er als „Freund und Weggefährten“ schätzte. Stefan Schäfers „Soltane“ greift die Idee von Rückzug und Unschuld auf, inspiriert von Herzeloides Aufenthalt mit ihrem Sohn Parzival im abgelegenen Gehöft Soltane in Wolfram von Eschenbachs „Parzival“. Abgeschottet zwischen Bergen und Wäldern erlebt Parzival die Welt aus einer unschuldigen, unvoreingenommenen Perspektive – genau diese Stimmung hat Schäfer in seiner Komposition eingefangen.
Welchen Moment der Einsamkeit haben Sie zuletzt erlebt – und wie hat er sich angefühlt?
Olli Mustonens Toccata und Sibelius’ Klavierquintett entführen in die Einsamkeit finnischer Weiten. Musikalisch orientieren sie sich an älteren Formen: Mustonen eher an Bach, Sibelius an Beethoven, den er als „Freund und Weggefährten“ schätzte. Stefan Schäfers „Soltane“ greift die Idee von Rückzug und Unschuld auf, inspiriert von Herzeloides Aufenthalt mit ihrem Sohn Parzival im abgelegenen Gehöft Soltane in Wolfram von Eschenbachs „Parzival“. Abgeschottet zwischen Bergen und Wäldern erlebt Parzival die Welt aus einer unschuldigen, unvoreingenommenen Perspektive – genau diese Stimmung hat Schäfer in seiner Komposition eingefangen.
Welchen Moment der Einsamkeit haben Sie zuletzt erlebt – und wie hat er sich angefühlt?