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Hilde van Mas
4. Philharmonisches Konzert
BERG / SCHOSTAKOWITSCH
Zwei ausdrucksstarke Kompositionen der Moderne vereint das 4. Philharmonische Konzert: Die wechselnden Stimmungen seines einzigen Violinkonzertes widmete Alban Berg „Dem Andenken eines Engels“, dem kurzen Leben von Walter Gropius‘ Tochter Manon. Die Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 47 von Dmitri Schostakowitsch erzählt intensiv von den Spannungen zwischen Anpassung und Widerstand während des sowjetischen Kulturdiktats unter Stalin.
Programm
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Dirigent
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Violine
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ALBAN BERG
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Violinkonzert „Dem Andenken eines Engels“
DMITRI SCHOSTAKOWITSCH
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Sinfonie Nr. 5 d-Moll op. 47
Das Konzert
- Spielstätte Elbphilharmonie, Großer Saal
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Dauer
120 Min
- Altersempfehlung Ab 10 Jahre
Die Trauer über den Verlust eines Menschen lässt sich kaum in Worte fassen. Wohl aber in Töne, wie das Violinkonzert „Dem Andenken eines Engels“ von Alban Berg eindrucksvoll deutlich macht. Als Berg den Auftrag zur Komposition eines Violinkonzerts erhalten hatte, stellte er diesen zurück und nahm die Arbeit erst auf, als er vom Tod der gerade 18-jährigen Manon Gropius, Tochter von Walter Gropius und Alma Mahler-Werfel, erfuhr. Im Versuch eines Rückblicks auf ihr Leben und der Schilderung des Sterbens greift Berg auf Ausdrucksmittel aus verschiedenen Zeiten zurück, die ihren Höhepunkt in einem Zitat aus Bachs Kantate „O Ewigkeit, du Donnerwort“ finden.
Ähnlich ausdrucksstark und vielfältig ist die fünfte Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch. Entstanden unter dem Druck des sowjetischen Regimes, bewegt sich die Sinfonie zwischen Anpassung und verstecktem Widerstand. Im nur scheinbar triumphalen Finale entfaltet sich ein musikalisches Drama, das bis heute Fragen nach Wahrheit, Freiheit und künstlerischer Integrität aufwirft. Schostakowitsch macht die Spannungen seiner Zeit hörbar und verwandelt zugleich zeitlose menschliche Erfahrungen in Klang – intensiv, berührend und von erschütternder Aktualität.
Ähnlich ausdrucksstark und vielfältig ist die fünfte Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch. Entstanden unter dem Druck des sowjetischen Regimes, bewegt sich die Sinfonie zwischen Anpassung und verstecktem Widerstand. Im nur scheinbar triumphalen Finale entfaltet sich ein musikalisches Drama, das bis heute Fragen nach Wahrheit, Freiheit und künstlerischer Integrität aufwirft. Schostakowitsch macht die Spannungen seiner Zeit hörbar und verwandelt zugleich zeitlose menschliche Erfahrungen in Klang – intensiv, berührend und von erschütternder Aktualität.