Alexander Soddy

Alexander Soddy
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Miina Jung

Der britische Dirigent Alexander Soddy war von 2016 bis 2022 Generalmusikdirektor des Nationaltheaters Mannheim und ist bis zur Spielzeit 2022/23 auch künstlerischer Leiter der Mannheimer Akademiekonzerte, mit deren Ring-Produktion er auch in Südkorea gastiert ist. Unter seiner Leitung wurde in den Akademiekonzerten des Nationaltheater-Orchesters ein groß angelegter Bruckner-Zyklus aufgeführt. In der Spielzeit 2023/24 wird sich Soddy als Gastdirigent auf die wichtigsten Opernhäuser Europas konzentrieren. Zunächst wird er Kirill Serebrennikovs Neuproduktion von Lohengrin an der Opéra national de Paris leiten, danach wird er das Kalenderjahr mit einer längeren Präsenz an der Wiener Staatsoper beenden, wo er Otello, Elektra und Hänsel und Gretel dirigieren wird. In der zweiten Hälfte der Spielzeit 2023/24 wird Soddy an der Wiener Staatsoper in der Wiener Erstaufführung von Animal Farm des Komponisten Alexander Raskatov zu sehen sein, neben Aufführungen von Carmen und Parsifal. Im Frühjahr kehrt er an die Staatsoper unter den Linden zurück und dirigiert Lohengrin, um dann weiter in London, um Così fan tutte am Royal Opera House Covent Garden zu leiten. Im weiteren Verlauf der Saison wird Soddy sein Debüt beim Orchestra dell´Accademia Nazionale di Santa Cecilia und beim Sinfonieorchester Bern geben.

Als GMD in Mannheim konzentrierte sich Soddy auf das Kernrepertoire der deutschen und italienischen Oper. Neben zahlreichen anderen Titeln dirigierte er dort Tristan und Isolde, Der fliegende Holländer, Der Ring des Nibelungen, Tannhäuser, Parsifal, Salome, Der Rosenkavalier, Tosca, La Bohème und Turandot. Zu den Höhepunkten seiner Saison 2022/23 gehörten sein Debüt mit dem Londoner Philharmonia Orchestra mit Bruckners 6. Symphonie, mit dem Yomiuri Nippon Symphony Orchestra mit Tschaikowskys 4. und mit dem Copenhagen Philharmonic Orchestra mit Dvoraks 7. In dieser Saison debütierte er mit großem Erfolg an der Londoner Royal Opera mit Salome und Tannhäuser, an der Deutschen Oper Berlin mit Elektra und am Tokyo Nikikai Theatre mit La Traviata.In jener Spielzeit kehrte er auch an die Wiener Staatsoper mit Lady Macbeth von Mzensk, Die Zauberflöte, Elektra und Carmen sowie an die Berliner Staatsoper mit Madama Butterfly und Der Rosenkavalier zurück.

Konzerteinladungen führten ihn in den letzten Spielzeiten an die Staatsphilharmonie Nürnberg, das Niedersächsische Staatsorchester Hannover, das Münchner Rundfunkorchester, das Royal Swedish Orchestra, das Norwegian National Opera Orchestra, das Orquestra de Valencia, das Oregon Symphony Orchestra, das Atlanta Symphony Orchestra, das Bournemouth Symphony Orchestra und das Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra.

An der Metropolitan Opera feierte er 2017 mit La Bohème große Erfolge und kehrt im Frühjahr 2022 mit Madama Butterfly zurück. In den vergangenen Spielzeiten dirigierte Alexander Soddy regelmäßig an der Bayerischen Staatsoper in München (Die Zauberflöte, La bohème) und an der Berliner Staatsoper (Die Zauberflöte, Der Freischütz, la Bohème, Fidelio). Nach seinem erfolgreichen Debüt (Barbiere) kehrte er mit Elektra, Salome und Carmen an die Wiener Staatsoper zurück. Weitere Gastengagements führten ihn zuletzt an die Oper Frankfurt (Warten auf heute von Schönberg / Martin), die Königlich Schwedische Oper Stockholm (La Bohème, Madama Butterfly), die Semperoper in Dresden (Der Freischütz) und die English National Opera in London (Midsummer Night's Dream).

Von 2013 bis 2016 war er Chefdirigent am Stadttheater Klagenfurt, wo er u.a. die Neuproduktionen von Der Rosenkavalier und Macbeth leitete. Von 2010 bis 2012 war er als Kapellmeister an der Hamburgischen Staatsoper engagiert, wo er in der Spielzeit 2008/09 mit Mozarts Zauberflöte debütierte und in der Folge u.a. La Bohème, Rigoletto, Don Giovanni, La Traviata, Lucia di Lammermoor, Faust und Carmen dirigierte.

Alexander Soddy wurde in Oxford geboren und erhielt seine Ausbildung an der Royal Academy of Music, der Universität Cambridge und am National Opera Studio in London.