© ×
Brinkhoff/Mögenburg
Don Giovanni
Wolfgang Amadeus Mozart
Vorhang auf für Eros und Thanatos! Der Liebes- und der Todestrieb als kontroverse Grundkräfte des Menschen bestimmen diesen Opernabend, an dem das Unterbewusste die Fäden in der Hand hält. In der ineinandergeschachtelten Fassadenruine von Stéphane Laimé entlarvt die Inszenierung von Jan Bosse eine Gesellschaft, die Übergriffe duldet, solange sie elegant vorgetragen werden, und erst dann reagiert, wenn alles bereits zerstört ist.
„Der Abend riecht nach Abenteuer, nach Experiment, nach Wagemut.“
DIE ZEIT
DRAMMA GIOCOSO IN ZWEI AKTEN
Komposition: Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto: Lorenzo da Ponte
Komposition: Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto: Lorenzo da Ponte
Das Stück
- Pause Eine Pause von ca. 30 Minuten nach dem ersten Akt (nach ca. 90 Minuten)
- Altersempfehlung Ab 14 Jahren / Klasse 9
- Sprache In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Eros und Thanatos haben hier alles im Griff. Zuallererst Don Giovanni selbst. Die scheinbar so unvereinbar gegenüberstehenden Grundkräfte des Menschen – der Liebes- und der Todestrieb – bestimmen diesen Abend. Die Allegorie dieser Prinzipien, 2019 als stumme Rolle von Regisseur Jan Bosse für diese Inszenierung erdacht, klettert bereits zu Beginn über die Leinwand auf der Bühne und schließlich aus dem Orchestergraben. Vorhang auf! Das Unterbewusste hält die Fäden in der Hand. In der ineinandergeschachtelten Fassadenruine von Bühnenbildner Stéphane Laimé entblättern sich nicht nur die Räume – durch Videoprojektionen wird das Unbewusste sichtbar gemacht. Don Giovanni ist hier keine Erzählung darüber, dass der Täter fällt, sondern darüber, wie lange er und warum er überhaupt so lange fallen darf. Die Oper entlarvt eine Gesellschaft, die Übergriffe duldet, solange sie elegant vorgetragen werden, und erst dann reagiert, wenn alles bereits zerstört ist.
-
Gefördert von der