Tómas Tómasson
Tómas Tómasson begann seine Karriere noch während seines Studiums an der Musikhochschule in Reykjavik. Am dortigen Opernhaus sang er Mozart- und Verdi-Partien und gab Konzerte und Liederabende in seinem Heimatland, darunter Bachs »Johannes-Passion«, Haydns »Nelson-Messe«, Mozarts »Krönungsmesse«, »Missa Brevis« und »Requiem«. Nach seinem Abschluss am Royal College of Music in London gab der Bariton sein Debüt als Tomskij in »Pique Dame« und Holländer in »Der fliegende Holländer« am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel sowie als Wozzeck an der Oper Nancy.
Es folgen Engagements in vielen bedeutenden Konzert- und Opernhäusern, darunter das Royal Opera House Covent Garden, das Teatro alla Scala Milano, die Staatsoper Unter den Linden Berlin, die Vlaamse Opera, die Baltimore Opera Company, das Teatro Real Madrid, die Königliche Oper Kopenhagen, die Bayerische Staatsoper in München, die Hamburgische Staatsoper und die Oper Frankfurt. In den USA trat er an der Los Angeles Opera, der San Francisco Opera und der Lyric Opera of Chicago auf. Er gastierte bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik und bei den Bayreuther Festspielen.
Im Verlauf seiner Karriere arbeitete Tómas Tómasson mit Dirigenten wie Riccardo Muti, Daniel Barenboim, Lorin Maazel, Antonio Pappano, Andris Nelsons, René Jacobs, Donald Runnicles, Michel Plasson, Hartmut Haenchen und Sebastian Weigle zusammen.
Nach einer erfolgreichen Karriere als Bass hat Tómas Tómasson vor ein paar Jahren einen erfolgreichen Fachwechsel zum Heldenbariton vollzogen. Als Bass sang er zahlreiche Partien in Opern unter anderem von Verdi, Wagner, Strauss, Puccini, Tschaikowsky, Mussorgsky, Prokofjew, Monteverdi, Glass und Zemlinsky. Als Bariton interpretierte er in den vergangenen Jahren unter anderem Ruprecht (»The fiery Angel«), Don Giovanni, Jochanaan (»Salome«), Giorgio Germont (»La Traviata«), Alfio (»Cavalleria rusticana«) und Tonio (»I Pagliacci«), Don Alfonso (»Così fan tutte«), Conte di Luna (»Il Trovatore«), Rigoletto, Boris (»Lady Macbeth von Mzensk«), die Titelpartie in Aribert Reimanns »Lear«, Pizarro (»Fidelio«), Kurwenal (»Tristan und Isolde«), Telramund (»Lohengrin«) und Hans Sachs (»Die Meistersinger von Nürnberg«). 2014 debütierte er als Wanderer in »Siegfried« am Grand Théâtre de Genève, als Kunrad in »Feuersnot« an der Semperoper Dresden und sang Jochanaan in »Salome« und »Der fliegende Holländer« an der Semperoper Dresden.