Midori
Midori gehört zu den gefragtesten Geigerinnen unserer Tage. Als Zubin Mehta sie 1982 das erste Mal spielen hörte, lud er sie als Überraschungssolistin für das traditionelle Silvesterkonzert des New York Philharmonic ein, das den Grundstein für ihre Karriere legte. Seitdem trat die Japanerin nahezu mit allen wichtigen Orchestern weltweit auf. Ihre erste Aufnahme machte Midori mit 14 Jahren: Werke von Bach und Vivaldi mit dem St. Paul Chamber Orchestra unter Pinchas Zukerman. Für zwei ihrer Einspielungen erhielt sie den Preis der Deutschen Schallplattenkritik: 2003 für die Violinkonzerte von Bruch und Mendelssohn mit den Berliner Philharmonikern unter Mariss Jansons sowie für ihre CD von 2002 mit Robert McDonald »French Sonatas«. Aktuelle Engagements führen Midori derzeit nach Island, Indien, Südafrika, Russland, Kanada, Italien, die USA, Japan, die Niederlande und Brasilien.
Midori engagiert sich in vielen sozialen Projekten, die Menschen Zugang zu Musik verschaffen. »Music Sharing« ist eines dieser Projekte, das sich auf Instrumental- und Theorieunterricht für zum Teil behinderte Kinder und Jugendliche konzentriert. Für ihr weltweites soziales Engagement wurde sie 2012 mit dem renommierten Crystal Award des World Economic Forum in Davos ausgezeichnet.
Neben ihrer musikalischen Karriere schloss sie im Jahr 2000 ein Studium der Psychologie und Gender Studies mit dem Bachelor an der New York University ab. Sie ist Mitglied der American Academy of Arts & Sciences und hält eine Ehrendoktorwürde an der Yale University.
Midori spielt eine Guarnerius del Gesù 'ex-Huberman' von 1734. Ihre vier Bögen stammen aus den Häusern Dominique Peccatte, François Peccatte und Paul Siefried.
Bei den Philharmonikern Hamburg gastierte die Japanerin zuletzt in der Spielzeit 2009/2010 mit dem Violinkonzert von Johannes Brahms.
Foto: Timothy Greenfield-Sanders