Claus Guth
Claus Guth, geboren in Frankfurt am Main, studierte Philosophie, Germanistik und Theaterwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie Theater- und Opernregie an der Hochschule für Musik München. Seit 1990 arbeitet er als freischaffender Regisseur und zählt zu den international prägenden Opernregisseuren. Inszenierungen führten ihn u. a. an die Bayerische Staatsoper München, die Semperoper Dresden, das Theater an der Wien, die Wiener Staatsoper, das Opernhaus Zürich, De Nationale Opera Amsterdam, die Opéra national de Paris, das Teatro Real Madrid, das Teatro alla Scala Mailand sowie an das Teatro San Carlo Neapel und die Festspiele in Erl, Bayreuth, Aix-en-Provence, Glyndebourne und Salzburg. Für seine Inszenierungen von Daphne und Pelléas et Mélisande an der Oper Frankfurt wurde er zweimal mit dem Theaterpreis Der Faust ausgezeichnet. 2022 erhielt er den Olivier Award für Jenůfa am Royal Opera House Covent Garden London, 2023 den Oper! Award für die beste Regie sowie 2025 den International Opera Award als Regisseur des Jahres. Zu seinen Uraufführungen zählen Beat Furrers Violetter Schnee, Luciano Berios Cronaca del luogo und Chaya Czernowins Heart Chamber. An der Hamburgischen Staatsoper inszenierte er Simon Boccanegra sowie von 2008 bis 2010 den vollständigen Ring des Nibelungen. Im Rahmen der Programmlinie FRAMING the REPERTOIRE gestaltet er mit Dramaturg Christopher Warmuth das Gespräch „Künstlerkopf im Fokus: Claus Guth“ zur Wiederaufnahme von seiner Inszenierung Die Walküre. (Stand: 05/2026)