Angelin Preljocaj
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Angelin Preljocaj wurde 1957 in der Nähe von Paris geboren. Er studierte zunächst klassischen Tanz, bevor er sich dem zeitgenössischen Tanz zuwandte und sich bei Karin Waehner, Zena Rommett, Merce Cunningham, dann bei Viola Farber und Quentin Rouillier weiterbildete. Danach schloss er sich Dominique Bagouet an, bis er im Dezember 1984 seine eigene Compagnie gründete. Seitdem hat er 55 Stücke choreographiert, vom Solo bis zu großen Formen. Regelmäßig arbeitet er mit anderen Kunstschaffenden aus verschiedenen Bereichen zusammen. Kreationen von Angelin Preljocaj entstanden u. a. für das New York City Ballet, das Staatsballett Berlin oder das Ballett der Opéra National de Paris. Neben zahlreichen Auszeichnungen wurde er im April 2019 an in die Académie des Beaux-Arts in der Sektion Choreographie berufen. Im selben Jahr schuf er eine Choreographie zu Schuberts "Winterreise" für die Mailänder Scala sowie "Soul Kitchen" mit Insassinnen des Frauengefängnisses Centre pénitentiaire des Baumettes in Marseille. 2019 entstand auch der Dokumentarfilm "Danser sa peine" unter der Regie von Valérie Müller. Der Film gewann 2020 den ersten Preis des Fipadoc. Nach "Schwanensee" (2020) und "Deleuze / Hendrix" (2021) choreographierte und inszenierte er 2022 die Oper "Atys" von Jean-Baptiste Lully für das Grand Théâtre de Genève. Für Dior kreiert er die Choreographie zum Film "Nuit romaine" mit dem Ensemble des Balletts der Oper Rom im Rahmen des Internationalen Tags des Tanzes. Außerdem wirkte er als Schauspieler und Choreograph in der Fernsehserie "Irma Vep" von Olivier Assayas mit. 2022 präsentierte er seine neue Kreation "Mythologies" für die Tänzerinnen und Tänzer des Balletts Preljocaj und des Balletts der Opéra de Bordeaux zu einer Originalmusik für Orchester von Thomas Bangalter. Mit "Annonciation", im Rahmen des mehrteiligen Ballettabends "KEIN ZURÜCK", zeigt das Hamburg Ballett erstmals eine Choreografie von Angelin Preljocaj.
Foto © Julien Bengel