Christopher Rüping

Christopher Rüping, 1985 in Hannover geboren, absolvierte das Regiestudium an der Theaterakademie Hamburg und der Zürcher Hochschule der Künste für Bühnen. Im Anschluss begann er im deutschsprachigen Raum zu inszenieren, so z.B. für das Thalia Theater Hamburg, das Deutsche Theater Berlin und das Schauspielhaus Bochum. Von 2016 bis 2019 war Rüping Hausregisseur an den Münchner Kammerspielen, von 2019 bis 2024 gehörte er als Hausregisseur zum Leitungsteam des Schauspielhauses Zürich. Es entstanden mehrfach ausgezeichnete und weit gereiste Inszenierung wie etwa Trommeln in der Nacht von Bertolt Brecht, Einfach das Ende der Welt nach Jean-Luc Lagarce, Das neue Leben frei nach Dante Alighieri, Meat Loaf und Britney Spears sowie das zehnstündige Antikenspektakel Dionysos Stadt, für das Rüping mit dem Wiener Nestroy-Preis ausgezeichnet und von der Theaterzeitschrift Theater heute zum Regisseur des Jahres gewählt wurde. Seine Inszenierungen wurden fünfmal zum Berliner Theatertreffen eingeladen und waren auf international renommierten Festivals zu sehen, so zum Beispiel in Teheran, Taipeh, St. Petersburg und Peking. 2024 erschien im Alexander Verlag Berlin mit NAHAUFNAHME Christopher Rüping ein Werkbuch zum Schaffen des Regisseurs. Im Mai 2025 erhielt Rüping den Berliner Theaterpreis. Das Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro spendete er anteilig and die von den Kürzungsplänen des Berliner Senats betroffenen Kulturinitiativen.

Sein viel beachtetes Operndebut gab Rüping 2023 an der Bayerischen Staatsoper, wo er Claudio Monteverdis Il ritorno d’Ulisse in patria mit dem autobiografischen Roman Das Jahr des magischen Denkens der amerikanischen Autorin Joan Didion verschränkte. Die große Stille ist seine erste Inszenierung für die Hamburgische Staatsoper. Dem Hamburger Publikum ist er indes seit Jahren durch seine Inszenierungen am Thalia Theater bekannt, zu denen u.a. Tschick von Wolfgang Herrndorf (2012), Panikherz (2018) und Noch wach? (2023) von Benjamin von Stuckrad-Barre sowie zuletzt Ajax und der Schwan der Scham (2025) gehörten. (Stand: 1/2026)