Julie Fuchs
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Die französische Sopranistin Julie Fuchs studierte Violine und Theater in Avignon und besuchte anschließend das Conservatoire National Supérieur de Paris, wo sie 2010 mit dem 1. Gesangspreis geehrt wurde. Schon bald konnte sie ihre stimmliche und schauspielerisches Geschick in einer Vielzahl von Partien unter Beweis stellen, unter anderem in der Titelrolle in „Ciboulette“ an der Opéra Comique, als Morgana (Alcina) und als Susanna (Le Nozze de Figaro) an der Oper Zürich.
Julie Fuchs gewann zwei Mal beim Wettbewerb Victoire de la Musique, 2012 als „Beste Newcomerin im Bereich Oper“ und 2014 als „Opernsängerin des Jahres“. Sie gewann außerdem den 2. Preis beim Wettbewerb der Operalia in Verona 2013.
In der Spielzeit 2015/16 gab Fuchs ihr Pariser Operndebut als La Folie in Laurent Pellys Inszenierung von „Platée“ und wurde seit dem für weitere Produktionen dort eingeladen, darunter die Partie der Nanetta (Falstaff) in der kommenden Spielzeit. Kürzlich war sie zu hören als Countess of Folleville (Il viaggio a Reims), Angelica (Orlando) am Opernhaus Zürich und als Musetta an der Bayerischen Staatsoper.
Zu den Engagements in der Spielzeit 2016/17 gehörten ihr Debut an der Wiener Staatsoper in „La fille du régiment“ sowie ihre Rückkehr zum Aix-en-Provence Festival als Zerlina in der Neuproduktion von „Don Giovanni“ und an das Théâtre des Champs Elysée mit dem Rollendebut als Leïla (Les pêcheurs de perles); außerdem die Partie der Esther in Luca Francesconis „Tromp-la-mort“ an der Opéra de Paris.
In der Spielzeit 2017/2018 kehrt sie zurück an die Opéra de Paris, wird an der Opéra Comique zu hören sein als La Comtesse Adèle in der Neuproduktion von „Le Comte Ory“, als Morgana am Théâtre des Champs-Elysées und Poppea am Opernhaus Zürich. Julie gibt zudem ihr Debut am Teatro Real Madrid als Giunia in Mozarts „Lucio Silla“.
Zusätzlich zu ihren Opernauftritten gab Julie Fuchs Konzerte mit dem Pianisten Alphonse Cemin, nahm Stücke mit Jazz-Sängern wie Giovanni Mirabassi und Paco Seri auf und sang in Musicals unter anderem die Eliza Doolittle (My fair Lady) an der Opéra de Metz und Maria (The Sound of Music) am Théâtre du Châtelet. Ihre Konzerttätigkeit der letzten Zeit umfasst ein amerikanisches Konzert am Choregies d’Orange, „Acis and Galate” im Konzert mit dem Mozarteumorchester Salzburg sowie ihr Debut bei den BBC Proms 2016 mit dem BBC Symphony Orchestra dirigiert von Marc Minkowski.
Ihre Diskographie umfasst Aufnahmen der frühen Werke von Mahler und Debussy mit Alphonse Cemin und eine CD mit Stücken für Klavier und Gesang von Poulenc (Atma Classique). Bei der Deutschen Grammophon unterzeichnete sie 2015 einen Vertrag und veröffentlichte ihre erste Solo-Aufnahme mit dem Titel „Yes“.