Eva Kloborg

Im Herbst 2025 begrüßt das Hamburg Ballett Eva Kloborg als Gast für die Einstudierung von La Sylphide, gemeinsam mit Frank Andersen. Eva Kloborg ist Ritterin des dänischen Dannebrog-Ordens 1. Grades und zählt zu den prägenden Persönlichkeiten des Royal Danish Ballet. Sie wurde 1948 in Dänemark geboren und erhielt ihre Ausbildung an der Ballettschule des Königlichen Theaters in Kopenhagen. 1966 wurde sie Mitglied des Royal Danish Ballet, wo sie 1992 zur Charaktertänzerin und später zur Principal Character Artist ernannt wurde. 2016 feierte sie ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum.

Im Laufe ihrer Karriere hat Eva Kloborg zahlreiche bedeutende Rollen des klassischen und des Bournonville-Repertoires interpretiert. Bereits ihr Debüt als Kalliope in Apollon Musagètes markierte den Beginn einer außergewöhnlichen künstlerischen Laufbahn. Zu ihren herausragenden Partien zählen unter anderem Teresina in Napoli, Effy in La Sylphide, Elisa und Victorine in Das Konservatorium sowie Lady Capulet in Romeo und Julia. Als Charaktertänzerin prägte sie Rollen wie Madge und Anna in La Sylphide, die Königin in Schwanensee, Carabosse in Dornröschen und die Stiefmutter in Cinderella.

Neben ihrer Bühnentätigkeit widmete sie sich intensiv der Vermittlung der Bournonville-Tradition. Sie war Ballet Mistress des Royal Swedish Ballet sowie langjährige Lehrerin an der Ballettschule des Royal Danish Ballet und im Ensemble selbst. Als gefragte Gastpädagogin unterrichtete sie unter anderem bei Alicia Alonso und dem Nationalballett von Kuba, am Stanislawski-Ballett in Moskau sowie beim Nationalballett von Vietnam in Hanoi. Bis heute arbeitet sie regelmäßig mit dem INOUE Ballet in Tokio, dem Nationalballett von China in Peking sowie dem Staatsballett von Georgien in Tiflis. Gemeinsam mit Frank Andersen zeichnet sie weltweit für zahlreiche Neuinszenierungen und Rekonstruktionen des Bournonville-Repertoires verantwortlich.

Mit der Einstudierung von La Sylphide bringt Eva Kloborg ihre tiefgreifende künstlerische Erfahrung und ihre besondere Verbindung zur Bournonville-Tradition nach Hamburg.