Johannes Leiacker
Johannes Leiacker wurde in Landshut geboren. Nach einem Design-Studium in Wiesbaden war seine erste Theaterstation das Schauspiel Frankfurt. Es folgten Arbeiten an den Schauspielhäusern in Düsseldorf, Bonn, Köln, Stuttgart, Berlin und München. Internationale Engagements führten ihn nach Kopenhagen und Stockholm. Dort entstand die Uraufführung von Botho Strauss’ »Sieben Türen«. Der Künstler kann außerdem auf Engagements an allen führenden deutschen Opernhäusern verweisen sowie auf Arbeiten an der Metropolitan Opera in New York, der Staatsoper Wien, dem Bolschoi-Theater Moskau und der English National Opera in London. Weitere Stationen waren unter anderem die Opernhäuser in Barcelona, Genf, Helsinki, Kopenhagen, Lyon, Madrid, Tokio und Paris. Für seine herausragende Arbeit wurde Johannes Leiacker 1996 und 2009 von den Kritikern der Zeitschrift »Opernwelt« zum Bühnenbildner des Jahres gewählt.
Eine kontinuierliche Zusammenarbeit verbindet ihn mit den Regisseuren Peter Konwitschny, Dietrich Hilsdorf, Guy Joosten, Vera Nemirova und Christof Loy. 2010 erhielt Johannes Leiacker den britischen Laurence Olivier Award für die beste neue Opernproduktion für Christof Loys Inszenierung von »Tristan und Isolde« am Royal Opera House in London. Mit Philipp Himmelmann erarbeitete er unter anderem »Don Carlo« an der Staatsoper Unter den Linden, »Tosca« auf der Seebühne in Bregenz und »Manon Lescaut« an der Staatsoper Hamburg. Für die Staatsoper Hamburg gestaltete er außerdem die Bühnenbilder für Peter Konwitschnys Inszenierungen von »Don Carlos«, »Die Meistersinger von Nürnberg« und »Moses und Aron« sowie für Guy Joostens Interpretationen von »La Bohème« und »Aida«. Von 2004 bis 2010 war Johannes Leiacker Professor für Bühnenbild und Kostüme an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. In der Spielzeit 2013/14 zeichnet der Künstler für das Bühnenbild von York Höllers »Der Meister und Margarita« an der Staatsoper Hamburg verantwortlich.