Lloyd Riggins
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Lloyd Riggins wurde am 9. Oktober 1969 in New York geboren. Seine tänzerische Ausbildung erhielt er an der School of Southern Ballet Theatre in Orlando, Florida. Nach ersten Engagements beim Southern Ballet Theatre (1985–1987) wechselte er 1987 zum Royal Danish Ballet in Kopenhagen, wo er das George Balanchine- und das Erik Bruhn-Stipendium verliehen bekam und ab 1989 als Erster Solist tanzte, als jüngster in der Geschichte des Königlichen Theaters. In der Folgezeit eroberte er für sich die prominenten Rollen aus dem klassischen Repertoire und tanzte alle Hauptrollen der erhaltenen Bournonville-Ballette. Nach mehrfacher, erfolgreicher Zusammenarbeit mit John Neumeier in Kopenhagen kam er 1995 als Erster Solist zum Hamburg Ballett. Dort wurde er 2006 zum Ballettmeisterassistenten ernannt und arbeitet seit 2009 als Ballettmeister. Seit 2015 war er zudem Stellvertretender Ballettdirektor. Seit Juli 2025 ist er Interimistischer Künstlerischer Ballettdirektor des Hamburg Ballett.
Riggins interpretierte zahlreiche zentralen Rollen aus den Balletten von John Neumeier, der für ihn u.a. die Titelrolle der Neufassung von „Hamlet“, Gustav von Aschenbach in „Tod in Venedig“ und Ein Mann in „Weihnachtsoratorium I-V“ kreierte, außerdem Gustav Mahler in „Purgatorio“ sowie die Hauptrollen in „Bernstein Dances“ und „Messias“. Auch in Kreationen anderer Choreografen wie Mats Ek, George Balanchine, Nacho Duato, Jirí Kylián und Christopher Wheeldon war er in Hamburg und international zu sehen. Gastauftritte führten ihn u.a. nach Tokio, Moskau, Paris, Toronto, Washington, New York und viele weitere Städte.
Neben seiner Bühnentätigkeit leitete Riggins vielfach Einstudierungen von John Neumeiers Werken bei internationalen Compagnien wie dem San Francisco Ballet, Het Nationale Ballet, dem National Ballet of China oder dem Houston Ballet. Außerdem betreut er Bournonville-Werke und hat „The Kermesse in Bruges“ am Königlich Dänischen Ballett sowie 2014 „Napoli“ für das Hamburg Ballett einstudiert. Für seine künstlerische Arbeit wurde er u. a. mit dem renommierten „Benois de la Danse“ (2004) sowie dem italienischen „Danza & Danza“-Preis ausgezeichnet.