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Monster’s Paradise
Uraufführung – wer rettet uns vor den Despoten? Eine aberwitzige Satire zum Stand der Gegenwart: von Riesenmonstern und Polittyrannen
Composition: Olga Neuwirth
Libretto: Elfriede Jelinek and Olga Neuwirth, based on an idea by Olga Neuwirth
Cast
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Musikalische Leitung
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Inszenierung
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Co-Regie
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Bühne
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Kostüme
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Video
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Live-Elektronik
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Sounddesign und Samples
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Klangregie
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Licht
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Chor
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Kinder- und Jugendchor
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Dramaturgie
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Vampi
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Vampi (Schauspielerin)
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Bampi
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Bampi (Schauspielerin)
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Der König-Präsident
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Gorgonzilla
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Mickey, des Königs höriger Adlatus I / Doppelgänger des Königs / Todesengel II
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Tuckey, des Königs höriger Adlatus II / Todesengel I
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Ein Bär
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The Goddess (Video)
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Drumkit
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Electric guitar
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Pianistinnen „Verstimmte Klaviere“
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Kinderchor
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Komparserie der Hamburgischen Staatsoper
The Production
- Venue Main Stage
- Duration 165 m
- Break Eine Pause von ca. 25 Minuten nach dem dritten Bild
- Age recommendation Ab 14 Jahren / Klasse 9
- Language In German and English language
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Introduction 45 minutes before each performance begins in the foyer, no registration required
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SNEAK KLUB – MONSTER’S PARADISE
am 29. Januar 2026, 18:00: Studierende, Auszubildende und Schüler:innen können die Generalprobe exklusiv und kostenlos erleben.
Der Vorverkauf startet am 19. Januar ab 11:00. -
Am 19. Februar 2026, findet im Anschluss an die Vorstellung ein Publikumsgespräch CLICK in – debatte: Bilanzen mit Produktionsbeteiligten im Vorderhaus statt, das die Möglichkeit bieten möchte, in einen Dialog über die Inszenierung zu treten und Seh- und Höreindrücke Revue passieren zu lassen. Hier können Fragen gestellt, Eindrücke geschildert und Kritik geübt werden.
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Composition commissioned by the Hamburg State Opera, made possible by the
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With the kind support of the
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Co-production with the
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Co-production with the
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Aufnahme der Samples „Verstimmte Klaviere“ in Wien mit freundlicher Unterstützung durch die
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Aufnahme der Samples „The Goddess“ in Paris mit freundlicher Unterstützung durch das
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Libretto © für den Librettoanteil von Olga Neuwirth
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Libretto © für den Librettoanteil von Elfriede Jelinek
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Komposition ©
„Monster’s Paradise in Hamburg bietet eine groteske Show mit vielen witzigen Einfällen und popkulturellen Zitaten. […] Der König-Präsident, den Georg Nigl hinreißend (wirklich hier) spielt, peformt, der muss musikalisch von den tiefsten Tönen bis ins Falsett und zurück. […] Titus Engel dirigiert (das auch wirklich) spitzenmäßig“
Deutschlandfunk Kultur
„Ein beeindruckendes Gesamtkunstwerk, das Operntradition mit moderner, provokativer Ästhetik verschmelzen lässt. […] Neuwirth und Jelinek präsentieren eine überbordende, fantasievolle Inszenierung, die das Publikum von der ersten bis zur letzten Minute fesselt. […] Die Kombination aus klassischem Orchester, E-Gitarre, Schlagzeug und gesprochenem Gesang erzeugt eine musikalische Wucht, die ihresgleichen sucht. […] Die Produktion zeigt eindrucksvoll, dass Oper auch heute noch provokativ, politisch und künstlerisch radikal sein kann.“
Associated Press
„Neuwirth offeriert dazu eine Musik, die auf der ersten Ebene als Soundtrack einer durchgeknallten Groteske funktioniert. Was es noch gibt: ein komplexes, finessenreich konstruiertes Klang-Amalgan zwischen allen Tonhöhen. […] Unter vollen Segeln rast dieser singuläre Singschauspieler [Georg Nigl] ins Gaga-Land. Dieser Wundermann singt und deklamiert und schreit und grimassiert auf der nach oben offenen Nuancenskala, dass es eine Freude ist. […] Titus Engel im Graben vollbringt das Wunder, alles zusammenzuhalten. Die auseinanderstrebende Live-Musik mit dem Philharmonischen Staatsorchester, aber auch die Zuspielungen. Ein cooler Organisator des Irrsinns.“
Münchner Merkur
„Olga Neuwirth komponiert die Oper atmosphärisch dicht mit vielen Zitaten und Annäherungen — etwa an Songs von Kurt Weill, an Volkslieder und die ‚Fledermaus‘ von Johann Strauss. […] Georg Nigl als ‚König Präsident‘ ist […] herausragend“
NDR
„Im Gesamtwerk von Nobelpreisträgerin Jelinek ist Monster’s Paradise nach Am Königsweg und Endsieg die dritte Auseinandersetzung mit US-Präsident Donald Trump. Und womöglich ist es die schonungsloseste, in ihrer Freude an der Geschmacklosigkeit, am Trash, auch an der Übertreibung.“
nachtkritik.de
„Eine Oper als schrille Fuck-Trump-Party. […] Diese Uraufführung muss man wohl ein Manifest und ein Fest nennen. […] Neuwirths und Jelineks Oper ist ein Weltuntergangs-Oratorium, eine absurde Komödie in Zeiten des Autoritarismus. […] Der spezielle Humor der beiden Österreicherinnen als Waffe gegen die Unverschämtheiten der Misogynie — das funktioniert bei Monster’s Paradise prächtig. […] Wenn die Welt schon untergeht, dann bitte zur Musik von Olga Neuwirth.“
Süddeutsche Zeitung
„Tobias Kratzer hat für seine Inszenierung viele spektakuläre Einfälle […]. Das gleiche kann man von der Musik Olga Neuwirths sagen, die U- und E-Musik wie in einer irren Jukebox miteinander kombiniert und verfremdet, angereichert durch Drumset, E-Gitarre, Vierteltonklavier und zahlreiche Samples. […] Dabei war die musikalische Umsetzung durch alle Beteiligten ganz hervorragend, allen voran Titus Engel als Dirigent. […] Das Hamburger Publikum nahm die Produktion sehr wohlwollend und nachdenklich-amüsiert auf.“
BR-Klassik
„Elfriede Jelinek und Olga Neuwirth schlagen als Miss Piggy und Kermit der Frosch maskiert mit Gummihämmern auf US-Präsident Donald Trump ein. Ein symbolhaftes Bild für den Abend in der Hamburgischen Staatsoper, der eine veritable Bühnensensation darstellt: die Uraufführung von Monster’s Paradise, der ersten Zusammenarbeit der beiden österreichischen Starkünstlerinnen seit 23 Jahren. Herausgekommen ist eine Metapher auf unsere Zeit, prall gefüllt mit Metaphern unserer Zeit.“
Salzburger Nachrichten
„Eindrucksvoller gelang Georg Nigl seine Interpretation des König-Präsidenten. Sein immer wieder von emotionalen Ausbrüchen unterbrochener Sprechgesang passte zur dargestellten Figur, außerdem verfügte Nigl über ein beachtliche darstellerisches Talent.“
klassik-begeistert.de
Rainer Sellmaier über Bühne, Kostüm und das Zuviel als künstlerische Notwendigkeit.
„Eine explosive Mischung aus grooviger Musik und sehr sinnlichen und vielfältigen Klangfarben!“
So beschreibt Titus Engel, Musikalischer Leiter von MONSTER’S PARADISE, die Musik der Uraufführung. Eine Partitur, die bewusst Extreme nebeneinanderstellt.
„Nur nicht darüber nachdenken, sondern singen — und zwar in den Extremsituationen!“
Sylvie Rohrer verkörpert in MONSTER’S PARADISE Vampi, einen Avatar von Elfriede Jelinek, der mit scharfen Blick und bitterem Witz den Niedergang der Menschheit beobachtet.
„Es gibt riesengroße Seemonster, absurde Könige, Comicfiguren und Cheerleader. Und das alles ist nicht dumm!“
Fast 20 Jahre nach ihrer letzten Zusammenarbeit kommen Olga Neuwirth und Elfriede Jelinek wieder zusammen – für MONSTER'S PARADISE.
Tobias Kratzer erzählt, wie diese Uraufführung entstanden ist, was sich hinter der Gattungsbezeichnung Grand Guignol Opéra verbirgt und warum zeitgenössische Musik für die Oper unverzichtbar bleibt.
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Beim großen Housewarming Concert von 3 TAGE WACH richtete Elfriede Jelinek eine Videobotschaft an Sie, das Publikum der Hamburgischen Staatsoper. Die österreichische Literaturnobelpreisträgerin, deren Texte mit unbestechlicher Schärfe und radikalem Witz unsere Gegenwart sezieren, hat für die Uraufführung MONSTER’S PARADISE das Libretto verfasst: grotesk, parodistisch, das Grauen der Welt zersetzend. Im Spielplan unserer ersten Saison eröffnen Jelineks Gedanken Wege, der Lage unserer Welt mit vielleicht ungewöhnlichen, weil sehr eigenen Parametern zu begegnen: Absurdität wird Absurdität schlagen …