„So geht Musiktheater, das gar nicht aufregender sein kann.“
Süddeutsche Zeitung
„Das Philharmonische Staatsorchester Hamburg: Sensationell, vom ersten Einsatz an, den Karina Canellakis bei ihrem Hausdebüt an der Staatsoper gibt. Klug, vielschichtig, elegant, farbensatt, ausbalanciert und in Engführung mit der dramatischen Absicht der Partitur, mit ihren Möglichkeiten und Extremen. [...] Kratzer wird konkret und verortet gesellschaftshistorisch. Er erzählt Blaubarts Verbrechen an Eckdaten entlang, die den Wandel zum Liberaleren belegen sollen, am Ende aber vor allem interessant anzusehen sind. [...] Annika Schlicht ist eine packende Judith, die sich tief in die Höhen ihrer Partie hineinschraubt, die immer intensiver wird. Und immer mehr Johan Reuter, der als Blaubart stimmstarkes Profil beweist, an die sprichwörtliche Kulissen-Wand singt und spielt.“
Hamburger Abendblatt
„Das Philharmonische Staatsorchester Hamburg unter Leitung von Karina Canellakis spielt dermaßen vielschichtig und tiefgründig, dass es einem den Atem raubt. [...] Annika Schlicht als Judith, mit weichem, atmendem Mezzosopran macht aus diesem Stück ein Drama von heute. [...] Bartoks etwa einstündige Oper ist der Überwältigende Höhepunkt und Kern dieses Abends. So kann und muss Oper sein. [...] Es ist Musiktheater, das hautnah im Heute ankommt. Und klarmacht, dass Morde an Frauen , Vergewaltigung, digitale Gewalt immer noch an der Tagesordnung sind. [...] Eine Geschichte, die ihre Blutspur durch die Jahrhunderte zieht bis heute. Das ist erschütternd, aufwühlend, gerade jetzt.“
NDR 90,3